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Google Ads kurz erklärt

Google Ads – Derzeit das online Marketing Tool

Der Google Ads Account

Google Ads ist im Moment eines der wichtigsten online Marketing Tools. Du kennst es von jeder Google-Suchanfrage: die ersten Ergebnisse, die Google anzeigt, sind bezahlte Werbeanzeigen. Das Design dieser Anzeigen ist inzwischen so gut und kaum von den anderen Suchergebnissen mehr zu unterscheiden, dass viele User die Anzeigen auch anklicken.

Und genau diese Art von Google Anzeige kannst du auch ganz einfach für deine Unternehmens-Website erstellen. Du benötigst dazu nur einen Google Ads Account. Über folgenden Link, kannst du dir ein Konto bei Google Ads einrichten.

Nicht erschrecken! Die Funktionen und Einstellungen von Google Ads sind beim ersten Anblick sehr umfangreich und unübersichtlich. Wenn du aber die Grundstruktur und die Basic-Einstellungen kennst, kannst du den Rest erst mal vergessen. Als Start-up oder Kleinunternehmer sind viele Funktionen zu speziell oder einfach auch nicht nötig. Bedenke, dass  auch große Unternehmen mit Google Ads arbeiten, in denen es ganze Abteilungen fürs Online Marketing gibt.

Die Basic-Stufen in deinem Account

> Konto

Das Konto ist dein Google Ads Account. In meinem Fall wäre das einfach „Corinna Heusel“. Alle Einstellungen, die das Konto betreffen, werden für sämtliche Kampagnen übernommen, wie z.B. Rechnungsanschrift, Kreditkartendaten, usw.

> Kampagnen

Als Kampagne werden deine unterschiedlichen Unternehmungen bezeichnet, wenn du überhaupt mehrere hast. Gib hier am besten deinen Firmennamen ein. Ich habe z.B. zwei Kampagnen. Eine Kampagne für mein Kreativbüro „Studio Corinna Heusel“ und eine zweite Kampagne für mich als Yoga Lehrerin „Aluna Yoga“.

Auf Kampagnen-Ebene legst du Dinge, wie Keywords, Zielgruppe, Kontaktinformationen und das Budget fest.

Tipp für Fortgeschrittene: Es gibt verschiedenen Kampagnentypen. Die „normale“ Google-Anzeige in den Suchergebnissen, wird als „Suchnetzwerk“ bezeichnet. Alternativ gibt es „Display“ Kampagnen. Hier benötigst du zusätzlich ein kleines Imagebild, da die Anzeige z.B. auf anderen Website als Werbung angezeigt wird. Die Smarte Display Kampagne lernt dabei wieder, was am Besten für deine Anzeige funktioniert. Wenn du zusätzlich eine personalisierte Zielgruppe einrichtest, könntest du URLs von Mittbewerbern eingeben, so dass deine Anzeige deren Website-Besuchern ausgespielt werden.

> Anzeigengruppen

In der nächsten Hierarchie-Ebene befinden sich die Anzeigengruppen pro Kampagne. In jeder Anzeigengruppe kannst du mehrere Einzel-Anzeigen unterbringen. So kannst du z.B. verschiedene Werbeziele festlegen, z.B. Bekanntheit, Produkt-Verkauf usw.

Hast du z.B. ein Büro in Stuttgart, möchtest aber dein Angebot in deutschlandweit bewerben, dann könntest du z.B. zwei Anzeigengruppen mit unterschiedlichen Zielgruppen erstellen:

Stuttgart/Baden-Württemberg: Füge in deiner Anzeigengruppe einen Link zu Google Maps, um dein Büro-Standort anzeigen zu lassen und mache auf dein besonderes Angebot dort aufmerksam. Diese Einstellungsmöglichkeit findest du auf Kampagnenebene > Einstellungen > Standorterweiterung.

Deutschlandweit: Hier könntest du speziell auf dein online Angebot aufmerksam machen, wenn ein Treffen in deinem Büro eher unpraktisch ist.

Achtung: Damit dein Standort in Google Maps angezeigt werden kann, benötigst du ein Google My Business Profil.

> Anzeigen

In der letzten Ebene darfst du nun kreativ werden. In den Anzeigen werden deine Werbetexte untergebracht, die dann auf Google angezeigt werden sollen. Zudem kannst du für jede Anzeige eine andere Ziel-URL auswählen. Das macht auch Sinn, denn deine Anzeigentexte sollten immer den Inhalt der verknüpften Website widerspiegeln. Ein Beispiel zu meinem Fall: Wenn mein Werbetext in meiner Google Anzeige über mein Webdesign-Angebot spricht, dann sollten die Inhalte auch auf der verlinkten Website gefunden werden und nicht auf meine About-Seite verlinken.

Tipp: Aussagekräftige Anzeigentexte bringen „passende“ Website-Besucher. Wenn dein Text „schwammig“ ist, sind auch deine Besucher vielleicht nicht die Richtigen und dein Werbebudget verpufft. Am Besten ist es, wenn dein Anzeigentext die Inhalte deiner verlinkten Website in Kurzfassung wiedergibt.

Keywords und Zielgruppe

Wie schon im Abschnitt „Kampagnen“ kurz erwähnt, kannst du Keywords und Zielgruppen definieren. Dies Einstellungen kannst du auf Kampagnen-Ebene machen.

Um deine Keywords zu definieren, stellst du dir am besten die Frage: „Wie würde jemand auf Google nach meiner Unternehmung suchen?“ In meinem Fall ist es oft: Grafik Design Stuttgart, Grafikdesign für Gründer, Webdesign Stuttgart, usw.

Kampagnen-Ziele

Was möchtest du mit deinen Google Ads eigentlich erreichen? Hier gibt es zwei Varianten. Die völlig unkomplizierte Einsteiger-Variante ist „Zugriff auf Website“. Diese Einstellungen machst du auf Kampagnenebene > Einstellungen > Zielvorhaben.

> Zugriff auf Website

Bedeutet, dass potentielle Interessenten einfach auf deine Website geleitet werden, um generell auf dich aufmerksam zu werden.

> Leads (Conversion)

Conversion ist etwas spezifischer und mit einer konkreten Handlung auf deiner Website verbunden, z.B. das Absenden des Anfrage-Formulars.

Um das Conversion-Tracking zu verwenden, benötigst du einen Conversion-Tag auf deiner Website. Dabei hilft dir normalerweise das Google Support Team. Hier findest du eine Anleitung zum Einrichten des Anleitung Conversion-Tracking. Die Einrichtung geht innerhalb von Minuten und Bedarf evtl. ein Website Plugin (z.B. Google Tag Manager) und das Einrichten eines Accounts bei Google Tag Manager.

Tipp: Um die generelle Performance deiner Website zu beobachten, kannst du deine Website zusätzlich mit Google Analytics verknüpfen. Bitte achte hier besonders auf Datenschutzbestimmungen.

> Gebotsstrategie

Ist deine Kampagne auf Conversion eingestellt, das Conversion Tracking eingerichtet, dann muss nur noch die Gebotsstrategie angepasst werden.

Einfach auf Kampagnenebene unter Einstellungen > Gebot, die Strategie auf „Conversion maximieren“ umstellen.

Eine „Smarte Gebotsstrategie“ lernt dabei, welche Anzeigen, am Besten funktionieren und spielt diese häufiger aus.

Weitere Einstellungen

Auf Kampagnenebene kannst du unter „Anzeigen und Erweiterungen“ weitere Einstellungen machen. Hier empfehlen sich folgende Erweiterungen:

  • Sitelinks: Einzelne hervorgehobene Websites unter der Werbeanzeige. Namen und Inhalte der Sitelinks sollte den Websites entsprechen. In meinem Fall: Logogestaltung, Webdesign, Jetzt: Anfragen! Unterseiten sind meist nicht so relevant.
  • Zusatzinformationen: Punkte, die dein Angebot speziell ausmachen. In meinem Fall z.B. Stichworte wie: Ein Look für deine Marke, #simpleisbeautiful, usw.
  • Snippet Erweiterung
  • Anruf
  • evtl. Standorterweiterung

Google Anzeigenrelevanz

Es ist nicht ganz sicher, wie Google die Relevanz deiner Anzeige bewerten wird und wie und wann sie angezeigt wird. Folgende Punkte helfen evtl. eine hohe Anzeigenrelevanz zu erzeugen:

  • Anzeigentexte und Landingpages sollten die gleichen Inhalte enthalten. Darauf achten, dass alles harmonisch ist.
  • In Google Ads definierte Keywords sollten im Anzeigentext und in den Texten auf der Website erscheinen.
  • Am einfachsten ist es, wenn die Texte von der Website in gekürzter Form in der Anzeige übernommen werden.